DER GRANATAPFEL

Der Granatapfel

– ob der Granatapfel weiß, dass er anders heißt –

„Wir müssen etwas übersehen haben in der alltäglichen Ordnung der Dinge. Heimlich wurden die Schränke verrückt, die Stühle umgestellt.“

Die Inszenierung befasst sich mit dem Gefühl der Ungewissheit in einer fremd gewordenen Welt. Wir haben Begriffe gefunden und Ordnungen festgelegt und fragen uns, ob sie heute noch gültig sind. 
Eine Figur durchschreitet diese unsichere Welt: Räume aus grobem Filz – Stoff organischer Verflechtungen. Sie sucht darin tastend Halt zwischen Verlorengegangenem und neu Entstehendem.
Der Filz bäumt sich auf. Wie weit werden wir gehen? Wie weit sind wir bereits gegangen? – und wohin wollen wir? Vielleicht müssen wir dem elementaren Leben, den Dingen um uns herum genauer zuhören. Was flüstern sie uns zu? Aus dem Filz springt ein Kobold, der das Geheimnis wohl kennt, es aber nicht ohne weiteres preisgeben will – er schiebt nur einen Granatapfel ins Bild.

Figuren, Materialien und Dinge in einem gemeinsamen Bewegungsfluss mit der Spielerin begeben sich auf die Suche nach einem Heute, der Realität wie Utopien – geführt und begleitet von der intensiven Musik Stefan Mertins.
Anregungen für die bildhaften Metapher der Inszenierung, sowie die wenigen eingesprochenen Textpassagen gaben Gedichte der Lyrikerin Inger Christensen wie des Lyrikers Tomasz Rózycki.

für Erwachsene
Dauer: ca. 60min

Spiel & Figuren: Mirjam Hesse
Regie: Enno Podehl
Musik: Stefan Mertin
Kostüm: Jennifer Podehl
Fotos: Klaus G. Kohn

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, sowie von der Stadt Braunschweig Fachbereich Kultur.

Stimmen aus dem Publikum:

„Das Theater Miamou war in meiner Zeit als künstlerische Leiterin im Theater Fadenschein Braunschweig als Gasttheater immer wieder ein künstlerisches Highlight. Die kongeniale Verschmelzung von Bildhaftigkeit, körperlicher  Präsenz, Musikalität, philosophischer Tiefe und nicht zuletzt feinsinnigem Figurenspiel findet in dem „Granatapfel“ einen erneuten Höhepunkt!“ (Hanne Scharnhorst)

Ein wunderbares Stück Theater, eine seltene Perle. Es lebt von und durch ganz unterschiedliche Figuren und deren eigenen Bewegungsqualitäten. Und von der Musik, die dem Stück überhaupt erst den Rhythmus gibt und den Zuschauer mitträgt. Mehr assoziative Ästhetik als dramaturgische Logik hält das Stück zusammen. Man muss es nicht verstehen, nur auf sich wirken lassen. 
Die Figurenspielerin und die Figuren werden eins, manchmal unklar wer jetzt wen bewegt, das bringt eine zum Staunen.“

„Ein poetisches Kleinod“

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